Weltnaturerbe Buchenwälder

Das Welterbekomitee der UNESCO hat am 25. Juni 2011 auf seiner 35. Sitzung in Paris entschieden, die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ als Erweiterung der Welterbestätte „Buchenurwälder der Karpaten“ in die Welterbeliste aufzunehmen.

Damit hat die UNESCO den außergewöhnlichen universellen Wert der europäischen Buchenwälder anerkannt, ein Ökosystem, welches das Erscheinungsbild eines ganzen Kontinents in weltweit einzigartiger Weise geprägt hat.

Die Buchenurwälder auf der UNESCO-Welterbeliste

 

Karte: Lage der Welterbegebiete; grüne Fläche: natürliche Verbreitung der Buchenwälder in Europa
Lage der Welterbegebiete; grüne Fläche: natürliche Verbreitung der Buchenwälder in Europa

Trilaterale Kooperation

Im Juli 2007 hat das Welterbekomitee die „Buchenurwälder der Karpaten“
(Slowakische Republik, Ukraine) als Naturerbe in die Welterbeliste der UNESCO eingeschrieben. Nach diesem ersten großartigen Erfolg sollte die slowakisch-ukrainische Weltnaturerbestätte durch das geplante deutsche Buchenwälder-Cluster erweitert werden.

Für dieses Vorhaben war die Zustimmung beider Partnerstaaten erforderlich, wie auch vielfältige trilaterale Vereinbarungen im Vorfeld der deutschen Antragstellung. Bereits im Mai 2007 hatte hierzu ein erstes trilaterales Treffen auf der Insel Vilm in Deutschland stattgefunden. Bei dieser Zusammenkunft konnte eine vertiefte trilaterale Zusammenarbeit im Bereich UNESCO-Weltnaturerbe vereinbart werden, in deren Mittelpunkt die angestrebte trinnationale Buchenwälder-Welterbestätte steht.

Dem Treffen folgten weitere, unter anderem im Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Dessen Buchenwälder gehören zum Welterbe wie die von Havešová in der Slowakischen Republik, die nach der gemeinsamen Besprechung auch besichtigt wurden.

Die trilateralen Treffen waren wesentliche Schritte auf dem Weg zur Nominierung herausragender deutscher Buchenwaldgebiete als Erweiterung der Buchenurwälder der Karpaten.
Eines der wichtigsten Ergebnisse war die Abstimmung konkreter Vereinbarungen zum Management der angestrebten trinationalen Stätte. Als Partner einer gemeinsamen Weltnaturerbestätte haben wir uns zu deren gemeinsamer Erhaltung verpflichtet. Somit wird die trilaterale Zusammenarbeit auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.