Grumsin im UNESCO- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Brandenburg

Gründung 1990, 129.161 ha, Fläche des Welterbe-Teilgebietes 590 ha,
Pufferzone 274 ha, Meereshöhe: BR 0-140 m, Welterbe 76-139 m

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin nordöstlich von Berlin fasziniert durch seinen Wechsel von ausgedehnten Wäldern und weitem Offenland, von tiefen Senken und markanten Höhenzügen. Das ausgeprägte Relief spiegelt das Geschehen der letzten Eiszeit wider, als Gletscher das Gesicht der Landschaft mit ihren gewaltigen Eismassen überzogen und veränderten. Ein ganz besonderer und seit 20 Jahren nicht mehr genutzter Buchenwald ist der Grumsin. Dort finden sich in den Senken von Endmoränenzügen zahlreiche Moore und Kleingewässer, die eng verzahnt mit Buchenwäldern stimmungs­volle Waldbilder zaubern.

Buchenwaldtyp

Im Grumsin sind alte naturnahe Tieflandbuchenwälder auf eiszeitlichen Sanden und Lehmen geschützt. Der vorherrschende Waldökosystemtyp ist der Flattergras-Buchenwald.

Geschichte

Waldgeschichtliche Forschungen haben ergeben, dass der Grumsin seit mehreren 100 Jahren nahezu flächendeckend als Laubwald überdauert hat. In der DDR war er Staatsjagdgebiet. Ein Betretungsverbot kam zahlreichen störempfindlichen und seltenen Tierarten zugute. Seit 1990 ist der Grumsin bedeutender Teil der Kernzone des UNESCO-Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Aufgrund der sehr geringen Holznutzung und des generellen Nutzungsverzichtes seit über 20 Jahren ist das Gebiet geprägt durch einen hohen Altholzanteil. Dies macht den hohen naturschutzfachlichen Wert der Grumsiner Buchenwälder aus.

Lebensräume

Tiefe Senken mit zahlreichen, unterschiedlich ausgebildeten Mooren und Kleingewässern wechseln mit markanten Höhenzügen. Diese unterschiedlichen Strukturen auf engstem Raum bilden die Grundlage für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten.

Flora und Fauna

Seeadler, Schwarzstorch und Kranich sind ornithologische Besonderheiten des Gebiets. Der Laubfrosch profitiert von den zahlreichen naturnahen Kleingewässern und in den intakten Mooren finden sich seltene Pflanzenarten wie Sonnentau und Wollgras.

Weltnaturerbegebiet

Der Grumsin wurde fast vollständig als Weltnaturerbegebiet abgegrenzt, seine Größe beträgt 590 ha.

Weitere Informationen

Webseite des Biosphärenreservats

Karte des Welterbeteilgebietes