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Die Buchenwälder Europas

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist eine auf Europa beschränkte Baumart. Ohne Einfluss des Menschen würden Rotbuchenwälder weite Teile Mitteleuropas prägen.
Die Buche hat die Eiszeit in kleinen Rückzugsgebieten im Süden und Südosten Europas überdauert und sich nach dem Ende der Eiszeit in vielen Regionen als dominierende Baumart durchgesetzt. Diese Dominanz hat sich innerhalb der letzten 4.000 Jahre entwickelt – eine vergleichsweise kurze Zeitspanne.


Da die Buche auf unterschiedlichsten Standorten vorkommt, bildet sie von der Meeresküste Nordwesteuropas bis in die europäischen Gebirge eine große Vielfalt von Waldgesellschaften aus. Insgesamt bieten diese Lebensraum für mehr als 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.
Die nacheiszeitliche Besiedlung der Landschaft durch die Buche verlief parallel zur Sesshaftwerdung des Menschen und zur Herausbildung komplexer organisierter Gesellschaftsformen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Buche zu einem wichtigen Element der europäischen Kultur geworden ist. Worte wie zum Beispiel Buch oder Buchstabe aber auch unzählige Landschafts- und Ortsnamen lassen sich in Europa auf die Buche zurückführen.

 

Potenzielle natürliche Verbreitung der Buchenwälder in Europa