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Buchenurwälder der Karpaten

Gebirgs- und Hochgebirgsbuchenwälder

In den Karpaten erreicht die Rotbuche nahezu ihre nordöstlichste Verbreitungsgrenze. Dort bildet sie einen wesentlichen Teil der Vegetation – in den Karpaten rund 30 % und in den ukrainischen Karpaten fast 40 %. Aus diesem Grund wird die größte Bergregion der Ukraine auch „Bukowina“ genannt, was zu deutsch «das Buchenland» bedeutet. Die Buchenwälder sind über eine große Spanne von Höhenstufen verbreitet, von 300 bis 1.550 m ü. d. M. Neben reinen Buchenbeständen existieren auch viele natürliche Buchenmischwälder. Die größten Flächen zählen allerdings zu den reinen Buchenwaldgesellschaften.

 

Aufgrund der großen klimatischen, geologischen und geomorphologischen Vielfalt und den unterschiedlichen Bodenbedingungen sind die Buchenwälder der Karpaten durch eine reiche und vielfältige Flora geprägt. Allein in den Berggebieten des UNESCO-Weltnaturerbes gibt es rund 500 Pflanzenarten, die zu einem hohen Anteil selten, endemisch oder aus anderen Gründen einzigartig sind.
Obwohl die Fauna der Buchenwälder der Karpaten durch das Vorkommen der typischen europäischen Waldarten gekennzeichnet ist, weist sie doch gewisse Unterschiede auf. Aufgrund der großflächigen ungestörten Waldgebiete beherbergen die Karpaten überlebensfähige Populationen zahlreicher Großsäuger wie Bär, Luchs und Wolf.

 

Foto:  Knorrige Buche an einem Hang in den Karpaten
Buchenwald in den Karpaten (Foto: Rüdiger Biehl)